MusIS

Die Bestandserschließung und -verwaltung sind mit die wesentlichen Kerntätigkeiten im täglichen Museumsbetrieb. Es handelt sich um ein sehr komplexes fachwissenschaftliches Aufgabenfeld, das auch den unterschiedlichen Museumstypen und jeweiligen Sammlungsschwerpunkten Rechnung tragen muss.

In vielen Museen und Sammlungen fehlen für den Einsatz solcher Systeme jedoch die technische Infrastruktur wie auch das Personal, diese zu betreiben. Ad-hoc-Lösungen auf Office-Software-Basis haben sich mittlerweile als wenig leistungsfähig und nachhaltig erwiesen.

Um die Dokumentationsarbeit zu erleichtern und zu optimieren, existieren bereits speziell auf die musealen Erfordernisse zugeschnittene Museumsinformationssysteme. Diese unterstützen mittlerweile über die standardbasierte Dokumentations- und Verwaltungsarbeit hinausgehende Anforderungen wie die der webbasierten Sammlungspräsentation, Ausstellungsplanung, Bestandserforschung bzw. -pflege sowie der digitalen Langzeitarchivierung.

Ein wesentlicher Aspekt ist hierbei die Beachtung von Standards und Normvokabular, die eine Voraussetzung für eine langfristige Verwendung der digitalen Dokumentation ist sowie deren Nutzung in übergreifenden Portalen, wie z. B. dem gemeinsamen BAM-Portal, LEO-BW oder der Europeana erlaubt.

Der Kooperationsverbund MusIS wurde von den staatlichen Museen in Baden-Württemberg im Jahr 2000 gegründet, um ein landeseinheitliches Museumsinformationssystem für die wissenschaftliche Dokumentation und die Verwaltung ihrer Sammlungen einzusetzen.

Das BSZ setzt für MusIS das Museumsdokumentationssystem imdas pro der Firma Joanneum Research, Graz, ein und bietet dessen Nutzung über den Kreis der staatlichen Museen in Baden-Württemberg hinaus auch anderen Museen beliebiger Trägerschaft und Herkunft an.

Imdas pro genügt allen Ansprüchen an eine wissenschaftliche Erschließung und der entsprechenden Verfahren in Museen. Die Anwendung ist eine Windows-Applikation, die zur Datenhaltung ein Oracle-Datenbank verwendet. Die Anwendung, die auf Servern des BSZ betrieben wird, wird aus den Museen über eine Citrix-Lösung genutzt. Neben dem technischen Betrieb bietet das BSZ:

  • Beratung zur Erschließung und Präsentation musealer Sammlungen.
  • Unterstützung bei der Erstellung von Eingabemasken, Drucklayouts und der Definition von XML-Exporten
  • First-Level-Support und Schulungen
  • Unterstützung beim Altdatenimport
  • Tests und Fortentwicklung vom imdas pro

Einen jährlich aktualisierten Flyer mit Kurzinformationen zu MusIS finden Sie bei unseren Infomaterialien.

Weiterführende Informationen: BSZ-Wiki

Kontakt: Ulrike Koch