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Eine zentrale Frage der digitalen Langzeitarchivierung ist offenbar, wie die "Bits und Bytes" praktisch über lange Zeiten erhalten und verwendbar bleiben.

Nachdem bislang für keinen physischen digitalen Datenträger eine für diesen Zweck annähernd akzeptable Dauerhaftigkeit nachgewiesen werden kann und jene, deren Lebensdauer am größten ist, z.B. Farbfilm, die Daten für eine Nutzung unzugänglich verwahren oder verhältnismäßig teuer sind, werden hierzu allgemein Festplatten eingesetzt. Diese sind erschwinglich, veralten allerdings relativ schnell und müssen unter Kopieren der enthaltenen Daten regelmäßig erneuert werden.

Das BSZ baut für die Langzeitarchivierung keine eigenen Speicherkapazitäten auf, sondern arbeitet hier im Einklang mit dem Schichtenmodell der digitalen Langzeitarchivierung in Baden-Württemberg mit leistungsfähigen Rechenzentren des Landes zusammen: Derzeit werden Möglichkeiten geprüft, Daten in die Large Scale Data Facility (LSDF) des Steinbruch Centers for Computing in Karlsruhe zu übertragen, sowie im Rechenzentrum der Universität Konstanz Speicherkapazitäten zu nutzen, wo sehr schnelle Netzanbindung erforderlich ist.

Die Integrität der so abgelegten Datenbestände ist laufend, vor allem auch im Hinblick auf die erforderlichen Kopiervorgänge, zu überwachen. Um die dafür angewandte Methode auch langfristig nachvollziehbar zu gestalten, setzen wir dazu frei verfügbare, einfache, robuste und dennoch leistungsfähige Prüfsummenverfahren ein. Diese werden zusätzlich zu den in der Speicherhardware sowie dem angebundenen Backup-System implementierten Routinen zur Fehlerentdeckung und -reparatur durchgeführt.

Ein wesentlicher Moment ist die Einrichtungen, die das BSZ mit der Aufbewahrung der Datenbestände betraut hat, über die regelmäßigen Überprüfungsläufe und deren Ergebnisse zu berichten.

Kontakt: Stefan Wolf