Bibliotheksservice-Zentrum (BSZ) Baden-Württemberg // Südwestdeutscher Bibliotheksverbund
Rezension aus:
Informationsmittel für Bibliotheken (IFB) 6(1998) 1/2
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Der neue Pauly


98-1/2-148
Der neue Pauly : Enzyklopädie der Antike ; (DNP) / hrsg. von Hubert Cancik und Helmuth Schneider. - Stuttgart ; Weimar : Metzler. - 27 cm. - ISBN 3-476-01470-3 (Gesamtwerk, 15 Bd.) : DM 4020.00, DM 268.00 à Bd. (Subskr.Pr. bis 31.12.1997)
[3612]
Altertum
Bd. 1. A - Ari. - 1996. - LIII S., 1154 Sp. : Ill., Kt. - ISBN 3-476-01471-1
Bd. 2. Ark - Ci. - 1997. - XII S., 1226 Sp. : Ill., Kt. - ISBN 3-476-01472-X
Bd. 3. Cl - Epi. - 1997. - LI S., 1180 Sp. : Ill., Kt. - ISBN 3-476-01473-8

1. Vorbemerkung

Bei den Nachschlagewerken im Bereich der Altertumswissenschaft hat sich in letzter Zeit einiges getan. Seit 1996 erscheint der Neue Pauly und 1997 kam der erste Teil des Gesamtregisters zur Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft (RE) heraus. Beide Neuerscheinungen sollen hier in einem größeren Rahmen besprochen werden. Eine Rezension des Neuen Pauly kommt nicht ohne Rückgriffe auf die Vorgänger - die RE und den Kleinen Pauly - aus, mit denen das neue Lexikon schließlich verglichen wird. So wird denn auch auf diese beiden Nachschlagewerke kurz eingegangen. Das letzte Kapitel wird sich mit dem Gesamtregister befassen. 2. Die Vorgänger

2.1 Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft

Eine detaillierte Abhandlung über die Publikationsgeschichte der RE ist 1985 in der Zeitschrift Philologus erschienen.[1] Im folgenden soll daher die Geschichte nur kurz skizziert werden.

Der Initiator der RE war der Gymnasial-Professor August Friedrich von Pauly (1796 - 1845). Bei der Konzeption der ersten Auflage seines Nachschlagewerkes ging Pauly von den Anforderungen des Gymnasialunterrichts aus. Dabei konnte er bereits auf einige Vorbilder zurückgreifen.[2] Das Lexikon sollte vor allem Schülern und Lehrern als Hilfsmittel dienen. Es berücksichtigte den weiten Bereich der griechisch-römischen Antike bis 476 und die orientalischen Randkulturen, soweit sie in den griechischen und lateinischen Quellen ihren Niederschlag fanden. Obwohl Pauly einen Mitarbeiterstab von 17 Gelehrten hatte, zog sich das Erscheinen der Bände sehr lange hin.[3] Bei den Vorbereitungen zum 4. Bd. starb Pauly. Seine Nachfolger Ernst Christian Walz (1802 - 1857) und Wilhelm Siegmund Teuffel (1820 - 1878) konnten eine größere Anzahl von Mitarbeitern gewinnen, so daß einerseits die nachfolgenden Bände schneller erschienen und andererseits auch die wissenschaftliche Qualität der Artikel zunahm.[4] Die Betreuung des Unternehmens erfolgt bis heute durch die Metzlersche Verlagsbuchhandlung in Stuttgart. Der Verlag war es auch, der sich für eine zweite Auflage des ersten Bandes einsetzte, der in zwei Teilbänden 1864 und 1866 erschien. Die Neubearbeitung war wesentlich umfangreicher, weil Geographica systematischer aufgenommen und die Inschriften sowie die Byzantinistik viel stärker berücksichtigt wurden. Eine Neuauflage der übrigen Bände war nicht geplant. Die Zunahme wissenschaftlicher Erkenntnisse und der Zerfall der Altertumswissenschaft in mehrere Spezialdisziplinen führten am Ende des 19. Jh. dazu, daß ein einzelner kaum noch in Lage war, das gesamte Gebiet der Altertumswissenschaften zu überblicken. Bezeichnenderweise erschienen gerade zu jener Zeit zwei Monumentalwerke, die vom Titel her noch eine Einheit des Faches suggerierten: das Handbuch der Altertumswissenschaft und die völlige Neuauflage des alten Pauly als Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft.[5]

Diese Neubearbeitung konzipierte der Verlag in Zusammenarbeit mit dem Marburger Professor Georg Wissowa. Die zeitliche Abgrenzung wurde von der 1. Aufl. übernommen, wohingegen die antiken Nachbarkulturen und die Byzantina stärker berücksichtigt werden sollten. Ziel der Herausgeber war es, den damaligen Kenntnisstand über die Antike festzuhalten. Dazu sollten die Artikel von berufenen Experten verfaßt werden. Im Gegensatz zur 1. Aufl. war die Herausgabe von Supplementbänden von vornherein beabsichtigt, um somit ein Veralten der Artikel zu verhindern. Der erste Supplementband erschien 1903. Wissowa übergab 1906 die Leitung an Wilhelm Kroll (1869 - 1939), der das Unternehmen die nächsten 29 Jahre leitete, währenddessen er die RE konsequent zu einer Sammlung von kürzeren Orientierungsartikeln einerseits und qualifizierten Monographien andererseits[6] umwandelte. Um das Gesamtwerk schneller abschließen zu können, richtete Kroll auch eine zweite Reihe ein, die mit dem Buchstaben R beginnt. Der erste Halbband dieser Reihe erschien 1914. Mitherausgeber für die zweite Reihe wurde der Erlanger Professor Kurt Witte bis zum vierten Halbband 1923. Nachfolger Wittes wurde der Breslauer Studienrat Karl Mittelhaus (1877 - 1946). Durch die Zerstörung des Verlagshauses im Oktober 1943 mußte die weitere Herausgabe der RE vorerst eingestellt werden. Nach 1945 wurde die Arbeit an der RE von Konrat Ziegler (1884 - 1974) weitergeführt.[7] Mit dem 19. Halbband der zweiten Reihe war 1972 der Abschluß erreicht. Hans Gärtner, ein Schüler von Ziegler, legte 1974 bzw. 1978 die Supplementbände 14 und 15 vor.

Die RE[8] ist zweifelsohne eines der umfangreichsten Lexika im wissenschaftlichen Bereich und ein unentbehrliches Standardwerk für alle, die sich mit der Antike befassen. Der Umfang der Artikel reicht von wenigen Zeilen bis zu mehreren hundert Spalten, wobei solche umfangreichen Artikel schon fast zu Klassikern geworden sind.[9] In einigen Fällen sind die RE-Artikel sogar die bislang umfangreichsten Arbeiten zu einem bestimmten Sachverhalt.[10] Die Unausgewogenheit hinsichtlich der verschiedenen Umfänge der Artikel resultierte aus der bereits oben angedeuteten Haltung der jeweiligen Herausgeber: Wissowa tendierte zu straffen Überblicksartikeln, während Kroll, Witte und Mittelhaus auch sehr viele umfangreiche Beiträge akzeptierten. Aus pragmatischen Gründen verzichtete auch Ziegler oft auf eine Kürzung der Artikel, die die Herausgabe eines Halbbandes wieder verzögert hätte.

Es ist nicht einfach, sich mit diesem umfangreichen Lexikon auseinanderzusetzen, da es für Fachleute geschrieben ist und Latein- und Griechischkenntnisse voraussetzt, ohne die viele Artikel nicht zu verstehen sind. Ebenso werden die im Fach üblichen Abkürzungen von antiken Autoren, ihren Werken, von Fachzeitschriften und Standardwerken sowie großen Quelleneditionen vorausgesetzt. Wer sich hier nicht auskennt, muß auf andere Nachschlagewerke zurückgreifen. Wenig benutzerfreundlich ist auch die Ansetzung von Personennamen - nach dem nomen gentile. Hinweise auf Quellen oder Fachliteratur befinden sich im laufenden Text, in der Regel von runden Klammern eingeschlossen. Das erschwert zwar die Lektüre, bietet aber dem Suchenden in der Regel das wichtigste bisweilen auch das vollständige Quellenmaterial (die Sekundär-Literatur ist natürlich veraltet). Die Supplementbände erschweren zudem die Handhabung. Sie enthalten Nachträge von Artikeln, die nicht in das Hauptalphabet eingeflossen sind, ergänzten oder korrigierten Artikel aus den Hauptbänden sowie teilweise Artikel, die ältere völlig ersetzen (dazu unten).

2.2 Der kleine Pauly[11]

Noch während die RE erschien, entschlossen sich die Bearbeiter dazu, auf der Basis der RE ein neues Lexikon herauszubringen, das das Wichtigste der Vorlage komprimieren sowie neuere Forschungsergebnisse und neue Artikel einbringen sollte. In Erinnerung an den ersten Herausgeber erschien dieses Lexikon u.d.T. Der kleine Pauly innerhalb von nur zehn Jahren. Wer sich schnell über einen antiken Sachverhalt infomieren möchte, findet hier fundierte Artikel mit den wichtigsten Quellen- und Literaturangaben. Der kleine Pauly ist vor allem für die private Anschaffung hinsichtlich des Preises und des benötigten Platzes zu empfehlen.[12] Seit der letzte Band des Kleinen Pauly erschienen ist, sind 22 Jahre vergangen, in denen für den Bereich der Antike mehrere kleine Lexika auf den Markt gebracht wurden, die jedoch nicht den Stellenwert des Kleinen Pauly geschweige denn der RE erlangen konnten.

3. Der Neue Pauly[13]

Seit 1996 erscheint nun Der Neue Pauly (DNP). Er sieht sich ausdrücklich in der Tradition der RE bzw. des Kleinen Pauly. In der Verlagsmitteilung heißt es, daß die zweite Auflage der RE unmöglich wiederholt werden konnte. Hier stellt sich jedoch die Frage, ob es nicht möglich gewesen wäre, eine elektronische Version (CD-ROM) herzustellen, deren Korrektur, Erweiterung und Aktualisierung wesentlich leichter zu handhaben gewesen wäre.

3.1 Erscheinungsweise

DNP wird 15 Bände umfassen, von denen sich 12 Bände mit dem Altertum und 3 mit der Rezeptions- und Wissenschaftsgeschichte befassen werden. Insgesamt soll das neue Lexikon 24.000 Artikel enthalten. Zum Abschluß wird ein Registerband erscheinen, der den Inhalt systematisch erschließen und der weiteres Karten- und Informationsmaterial enthalten wird. Bd. 1 erschien im Herbst 1996 und das Werk wird mit zwei Bänden jährlich fortgesetzt. Der erste Band des rezeptions- und wissenschaftsgeschichtlichen Teils soll 1998 herauskommen, die beiden anderen sollen im Jahresabstand folgen, so daß der Abschluß in sechs Jahren erreicht sein wird. Den beiden Hauptherausgebern - Hubert Cancik und Helmuth Schneider - stehen 23 Fachherausgeber zur Seite, die 700 Mitarbeiter koordinieren. Sitz der Redaktion ist Tübingen.

3.2 Inhalt

Der Schwerpunkt liegt auf dem Gebiet der griechisch-römischen Antike in allen ihren Bereichen und von der Bronze- und Eisenzeit (1200 - 800 v. Chr.) bis zum frühmittelalterlichen Europa (600 - 800 n. Chr.). Die Beziehungen zwischen der griechisch-römischen Welt, ihren Vorläufern und den Nachbarkulturen sollen angemessenen Raum erhalten. Wirtschafts-, Sozial- und Alltagsgeschichte werden ebenso wie die Archäologie sehr viel stärker berücksichtigt als bei den Vorgängern.[14]

Einen großen Umfang wird die Wirkungs- und Rezeptionsgeschichte der Antike einnehmen, der der zweiten Teil vorbehalten ist. Als Vorschau darauf können einige in einer Verlagsmitteilung genannte Artikel dienen: Architekturtheorie aus Bd. 1 soll im zweiten Teil fortgesetzt werden und die Architekturtheorie des Mittelalters behandeln. Es fehlt jedoch eine Verweisung auf den zweiten Teil, die es nach den Benutzungshinweisen eigentlich geben müßte. Weitere Artikel sind: Bildungsreise, Bürger, Gymnasium, Hippokratischer Eid, Infrastruktur (Überleben und Weiterverwendung antiker Infrastrukturen im städtischen, ländlichen und sozialen Bereich), Komparativismus (Verständnis der antiken Kultur - insbesondere ihrer Religion - aus dem Vergleich mit ethnologischen Kulturen; setzt im 16. Jahrhundert ein), Matriarchatstheorien (Bachofen und seine Rezeption im Marxismus, bei den Kosmikern und im rechten und linken Feminismus), Reiseführer (Geschichte des Genres vom 17./18. Jh. bis heute, Darstellung der normierenden Wirkung für moderne Vorstellungen von der Antike, z.B. durch Auswahl der Sehenswürdigkeiten), Religionsgeschichtliche Schule (Usener, Dietrich und das Archiv für Religionswissenschaft), Religionssoziologie (Emile Durkheim, Jane Ellen Harrison und Marcel Mauss). Die Abgrenzung zwischen den beiden Teilen ist leider wenig präzise. Der Artikel Caesar hat einen umfangreichen Abschnitt zur Wirkungsgeschichte, an dessen Ende auf den Artikel Caesarismus im zweiten Teil verwiesen wird. Bei Aischylos findet sich ebenfalls ein Abschnitt zur Rezeptionsgeschichte, jedoch ohne Verweisung auf den zweiten Teil.

Es ist sicherlich lobenswert, den frühen Islam in einem Lexikon über die Antike zu berücksichtigen. Einerseits mußte sich Byzanz mit den Arabern auseinandersetzen, andererseits wurde antikes Gedankengut im großen Maß von islamischen Gelehrten rezipiert und damit tradiert - letzteres ist ein Bereich, der an deutschen Universitäten kaum behandelt wird. Doch sollte man auch den Bezug zwischen der islamischen bzw. arabischen-persischen und der antiken Welt verbalisieren. Der Artikel Abbasiden umfaßt 15 Zeilen. Der einzige Bezug zur Antike wird in dem Satz hergestellt: "Hell.-iran. geprägte wiss., kulturelle und lit. Blüte unter dem Kalifen Harun ar-Raschid (786 - 809)."[15] Ähnlich verhält es sich bei anderen Artikeln aus dem islamischen Bereich z.B. Ali, Al-Mansur. Hingegen sucht man vergeblich nach Avicenna oder Averro‰s; hier hätten zumindest Verweisungen auf die arabischen Ansetzungen in späteren Alphabetteilen erscheinen müssen, falls unter diesen Artikel vorhanden sein sollten, was aber nicht wahrscheinlich ist, da man sonst in Bd. 1 einen Artikel al-Farabi finden würde, setzen die Herausgeber doch etwa Al-Mansur unter dem arabischen Artikel an. Alle drei hier (noch) fehlenden Philosophen haben sich intensiv mit antikem Gedankengut auseinandergesetzt, insbesondere mit dem Werk des Aristoteles. Es bleibt zu hoffen, daß dieser Bereich im zweiten Teil stärker berücksichtigt wird. Dagegen ist der Artikel über den Alexanderroman im orientalischen Bereich sehr gut gelungen (vgl. auch Aphrahat, Ephraem, Bardasanes).

3.3 Aufbau der Bände

Am Beginn von Bd. 1 und 3 befinden sich Benutzungshinweise, verschiedene Transkriptionstabellen, ein dreiteiliges Abkürzungsverzeichnis, ein Kartenverzeichnis mit Kartenliteratur, ein Abbildungsverzeichnis und eine Liste der Autoren und Übersetzer. Bei Bd. 2 wurde auf die Transliterationstabellen und das komplette Abkürzungsverzeichnis verzichtet, was sich als sehr unpraktisch erweist.

Die Anordnung der Stichwörter erfolgt auf der Grundlage des deutschen Alphabets, wobei I und J gleich behandelt werden. Auf alternative Schreibweisen wird verwiesen. Bei zweigliedrigen Stichwörtern muß unter beiden Bestandteilen gesucht werden.

Die Regeln für die Ansetzung der römischen Personennamen wurden nachträglich geändert: In den Benutzungshinweisen von Bd. 1 heißt es (S. IX): "Römische Namen werden alphabetisch, zunächst nach dem Gentilnomen, dann nach dem Cognomen und Pränomen geordnet ... Nur antike Autoren und römische Kaiser werden in der im deutschen Sprachgebrauch üblichen Namensform lemmatisiert." Caesar ist also unter seinem Cognomen aufgeführt. Ab Bd. 3 wird eine Änderung vorgenommen: "Da die strikte Dreiteilung der Personennamen in der Kaiserzeit nicht mehr eingehalten wurde, ist eine Anordnung nach oben genanntem System problematisch. Kaiserzeitliche Personennamen (ab der Entstehung des Prinzipats unter Augustus) werden deshalb ab dem dritten Band in der Reihenfolge aufgeführt, die sich auch in der Prospographia Imperii Romani (PIR) und in der Prosopography of the Later Roman Empire (PLRE) eingebürgert und allgemein durchgesetzt hat und die sich an der antik bezeugten Namenfolge orientiert (z.B. L. Vibullius Hipparchus Ti. C. Atticus Herodes unter dem Lemma Claudius). Die Methodik - eine zunächst am Gentilnomen orientierte Suche - ändert sich dabei nicht" (Bd. 3, S. V). Bei dem hier genannten Beispiel findet man unter Claudius den Namen L. Vibullius Hipparchus Ti. C. Atticus Herodes, von dem auf Herodes Atticus verwiesen wird. Es ist verwunderlich, daß man erst ab dem dritten Band gemerkt hat, daß das urspünglich vorgesehene Konzept nicht eingehalten werden kann.

Geographica erscheinen in ihrer antiken (latinisierten) Schreibweise. Erst im Registerband soll von den modernen Namensformen verwiesen werden.

Entsprechend der Intention berücksichtigt DNP auch die orientalische Welt angemessen. Dies zeigt sich u.a. daran, daß es Transkriptionstabellen für Hebräisch, Arabisch, Persisch und Osmanisch gibt. Jedoch sind die Transkriptionstabellen für die genannten Sprachen nicht vollständig, da die Umschrift der Vokale überhaupt nicht berücksichtigt wurde.[16] Aus bibliothekarischer Sicht wäre es sinnvoll gewesen, sich konsequent an bestehende DIN-Normen zu halten.[17] Orientalische Eigennamen werden in der Regel nach den Vorgaben des Tübinger Atlas des Vorderen Orients (TAVO) geschrieben. Daneben werden auch abweichende, aber im deutschen Sprachgebrauch übliche und bekannte Schreibweisen beibehalten, um das Auffinden zu erleichtern.

Die Transliteration der griechischen Buchstaben entspricht weitgehend der Anlage 5.2 den RAK-WB.

Das umfangreiche Abkürzungsverzeichnis ist dreigegliedert: Allgemeine Abkürzungen, bibliographische Abkürzungen (Abkürzungen von Zeitschriften und häufig zitierten monographischen Werken) und Abkürzungen von antiken Autoren und Werktiteln. In Bd. 3 ist noch ein vierter Teil hinzugekommen: Zeichen mit besonderer Bedeutung. Das Fehlen eines solchen Abkürzungsverzeichnisses war ein großes Manko bei der RE.

An das Abkürzungsverzeichnis schließen sich noch ein Karten- und Abbildungsverzeichnis sowie ein Mitarbeiterverzeichnis an. Positiv am Karten- und Abbildungsverzeichnis ist die Aufführung weiterer Literatur, die unterhalb der entsprechenden Artikel nicht immer wiederholt wird. Das Mitarbeiterverzeichnis ist alphabetisch nach den Nachnamen der Artikelverfasser angelegt; neben den ausgeschriebenen Namen stehen die im Lexikon verwendeten Abkürzungen.

3.4 Aufbau der Artikel

Das Lemma ist fett gedruckt, bei längeren Artikeln erfolgt eine Gliederung durch römische Zahlen und Großbuchstaben. Besonders im Vergleich mit dem Kleinen Pauly fällt diese Gliederung sehr positiv auf (vgl. z.B. die Artikel Athena, Augustus, Biographie). Hilfreich sind auch die Genealogien und Karten, die vielen Artikeln beigegeben sind. Innerhalb des Textes befinden sich in eckigen Klammern die Fußnotennummer (gelegentlich mit Seitennummern). Verweisungen auf andere Artikel erfolgen durch einen waagerechten Pfeil. Am Ende des Textes werden in alphabetischer Reihenfolge weitere relevante Lemmata aufgezählt. Verweisungen auf die Bände 13 - 15 sind in Kapitälchen angegeben. Unterhalb des Textes befinden sich die Anmerkungen und darunter, etwas abgesetzt, die durchnumerierten Literaturhinweise. Sie sind sehr stark abgekürzt und nennen bei Aufsätzen und Beiträgen uneinheitlich teils die genaue Seitenangabe, teils leider nur ff.-Angaben. Alle Artikel sind mit den Initialen ihrer Verfasser und gegebenenfalls Übersetzer gezeichnet, die anhand des Abkürzungsvereichnisses aufzulösen sind.

3.5 Charakteristik der Artikel

Im Vorwort von Bd. 1 (S. V) heißt es: "Der Neue Pauly ... soll dem alltäglichen Gebrauch dienen, auch denen, die wie einst unsere Klassiker Herder, Goethe und Schiller 'nur sehr mäßig Griechisch wissen' (...) Um lesbar und anschaulich zu sein bietet es einfache Umschriften, Zitate in Übersetzungen ...". Wenn man sich schon an eine breitere Leserschaft wendet, wäre es wesentlich sinnvoller gewesen, eindeutig zu sagen, daß auch diejenigen das Lexikon benutzen können, die kein Griechisch gelernt haben. Daß deren Zahl steigt, ist nun einmal ein Umstand, dem man sich anpassen sollte. Auch der Geschichtsstudent, der einen Seminarschein in der Alten Geschichte nachweisen muß und kein Graecum hat, sollte das Lexikon ohne fremde Hilfe benutzen können. Dies ist leider nicht möglich: Mal gibt es nur den griechischen Text, mal mit Transliteration, mal ohne Umschrift, mal mit und mal ohne Übersetzung.

DNP versteht sich ausdrücklich als Lexikon und nicht als Enzyklopädie,[18] was leider auch dazu führt, daß Zusammenhänge zu sehr zerrissen werden, wie z.B. Abortio, Abortiva, Amblosis und Abtreibung oder Adel und Aristokratia. Der Artikel Ehebruch beschäftigt sich im ersten Abschnitt mit Griechenland, beim zweiten Abschnitt über Rom, findet der Leser nur eine Verweisung auf Adulterium. Im Artikel Adulterium wird auf Ehebruch (a.) verwiesen, das es nicht gibt, sondern nur Ehebruch I. Griechenland. Unerklärlich ist auch, warum es nur einen isolierten Artikel Ausbildung (medizinische) gibt. Hier wäre es doch sinnvoller gewesen, die medizinische Ausbildung im Artikel Arzt oder Medizin abzuhandeln. Konsequenterweise hätte man nun auch die Ausbildung anderer Berufsgruppen in diesem Teil des Alphabets unterbringen müssen.

3.5.1 Verweisungsstruktur

Die Absicht, durch Verweisungen größere sachliche Zusammenhänge herzustellen, wird leider durch Mängel der Verweisungstruktur unnötig erschwert oder gar verhindert. Hier nur einige Beispiele: Bei Anatolius [2] findet sich die Verweisung auf Chalkedon; sucht man nach diesem Lemma wird man auf Kalchedon verwiesen. Das sind unnötige Umwege. Im Artikel Diadema heißt es: "Als Symbol der Königswürde übernahm es -> Alexander [4] d. Gr. von den Perserkönigen ..." Alexander der Große wurde jedoch unter Alexandros [4] angesetzt. Am Ende von Acta Maximiliana wird auf Diokletian verwiesen, der unter Diocletianus angesetzt wird. Der Artikel Alamanni verweist auf einen Aetius [3], den es jedoch nicht gibt. Am Ende des Artikels Abschrift wird auf Buch, Buchhandel und Schreiber verwiesen. Von Buchhandel wird der Benutzer wieder zum Artikel Buch verwiesen. Auffallend ist ferner, daß innerhalb eines Artikels nicht auf alle Begriffe verwiesen wird, die mit eigenem Artikel vertreten sind: Im Artikel Bukolik wird nicht auf Eidyllion verwiesen, und unter Eidyllion findet sich keine Verweisung auf Theokrit oder auf Bukolik, obwohl hier zweifellos ein sachlicher Zusammenhang besteht. Bei Ares wird nicht auf Eileithyia verwiesen. Im Artikel Diodoros Siculus wird zwar Ephoros von Kyme erwähnt, doch nicht auf ihn verwiesen, obwohl er einen eigenen Arktikel erhalten hat. Verweisungen auf (allgemein) bekannte antike Personen (Platon, Homer, Aristoteles, etc.) kommen so gut wie nicht vor. So sehr Querverweise innerhalb eines Lexikon-Artikels auch beim Lesen stören können, so führen sie doch zu weiteren Informationen. Für viele Leser ist es eben nicht selbstverständlich, ein unbekanntes Wort in demselben Lexikon nachzuschlagen, wenn ein Verweisungspfeil fehlt.

3.5.2 Inhomogenität der Artikel

Nachteilig ist die Inhomogenität der Artikel hinsichtlich ihres Informationsgehaltes - besonders was Quellen- und Literaturangaben angeht. Der Umfang reicht von einer Zeile bis zu mehreren Spalten. Vielleicht hätte man auf Personen-Artikel mit äußerst geringem Informationsgehalt[19] ganz verzichten sollen, um dafür anderen Artikeln mehr Platz einzuräumen, zumal dann, wenn solche Personen auch schon in Speziallexika vorkommen. Der Artikel Afrika reicht z.b. bis in das 8. Jh., wobei die vandalisch-byzantinisch-islamische Zeit in zwei Spalten abgehandelt wird, während der Artikel Ägypten die Zeit von 30 v. Chr. bis 642/43 in 25 Zeilen abhandelt.[20]

Die Unausgewogenheit der Artikel fällt besonders bei der Betrachtung der bibliographischen Angaben auf. Es kann bei kleineren Artikeln durchaus vorkommen, daß die Literaturangaben umfangreicher als der Artikel selbst sind, während bei größeren Themenkomplexen recht sparsam mit Literaturhinweisen umgegangen wird. Hier hätte die Redaktion mehr auf die Relationen zwischen Text und Bibliographie achten können.

3.5.3 Literaturangaben

Bei Auswahl und Aktualität der Literaturangaben liegt nach Meinung des Rezensenten auch das größte Manko des Lexikons. DNP enthält subjektive und objektive Bibliographien, wobei letztere selbständig und unselbständig erscheinende Literatur aus dem internationalen Bereich berücksichtigen. Insbesondere vor dem Hintergrund der vollmundigen Verlagsankündigung sind die Mängel um so gravierender: "Mit dem Neuen Pauly wird in einer umfassenden Enzyklopädie der Antike der neueste Forschungsstand dokumentiert - ein wissenschaftlich fundiertes Werk, das gleichzeitig unser aller Interesse an der Antike neu akzentuiert." Bei zahlreichen Artikeln wurde die Literaturliste allerdings nicht auf den aktuellen Stand gebracht, obwohl ein Benutzer bei einem neuen Lexikon auch aktuelle Literaturhinweise erwarten kann, die ihn zu weiteren Informationen führen. Besonders bei kürzeren Artikeln springt die unzureichende Aktualität der Literaturangaben ins Auge.[21] Daneben gibt es auch einige unnötig verwirrende Formalfehler: Einmal sind die Literaturhinweise durchnumeriert, ein anderes Mal nicht. Wenn sie durchnumeriert sind, ist es nicht immer klar, ob es sich um Anmerkungen handelt, deren Fußnotenzeichen innerhalb des Textes vergessen wurde, oder ob es einfach eine Zählung der Titel ist. Am Ende des Artikels Arbeit [2, Griechenland und Rom] beispielsweise finden sich zwar 16 Fußnoten, doch fehlt die Verbindung zum Text. Im Text tauchen keine Fußnotenzahlen auf. Da die Schriften alphabetisch geordnet sind, beabsichtigte der Verfasser des Artikels wohl eine Numerierung seiner Literaturhinweise. Da dies jedoch der in den Benutzungshinweisen dargelegten Konzeption widerspricht, hätte die Redaktion es ändern müssen. Am Ende von Bukolik, I. Griechisch wurde zweimal derselbe Anmerkungs-Apparat abgedruckt. Dem letzten bibliographischen Hinweis auf D. M. Halperin fehlt übrigens das Erscheinungsjahr. Im Artikel Caecilius [I 21] C. Metellus Caprarius befindet sich eine Anmerkung [I 30], in der Fußnote steht lediglich "Gruen" - d.h. im Werk von Gruen findet man also weitere Informationen. Da Bd. 2 kein Abkürzungsverzeichnis hat, schaut man in Band 1 nach und findet zwei Werke von Gruen angegeben. Am Leser bleibt also die weitere Recherche hängen. Am Ende des Artikels Absentia findet man den Literaturhinweis "Kaser, ZPR, 162 ff., 371 ff."; es fehlen Band und Jahrgangszählung. Zu den Alanen gibt es von zwei Verfassern zwei völlig verschiedene Artikel: Alani und Alanoi - gemeint ist jedoch ein und derselbe Stamm. Hier konnte sich die Redaktion wohl nicht entscheiden, welcher Artikel gedruckt werden sollte.

3.6 Verhältnis von DNP zum Kleinen Pauly

DNP enthält viele Artikel, die so nicht im Kleinen Pauly vorkommen.[22] Andere Artikel sind gegenüber den entsprechenden im Kleinen Pauly überarbeitet und erweitert worden.[23] Sehr umfangreich und informativ sind auch die Artikel aus dem religionswissenschaftlichen Bereich[24] sowie über berühmte Herrscher und Literaten.

3.6 Bewertung

Ein endgültiges Urteil über die Qualität ist erst möglich, wenn DNP abgeschlossen vorliegt, weil man erst dann beurteilen kann, wie erschöpfend einzelne Bereiche behandelt wurden und wie die einzelnen Artikel aufeinander abgestimmt sind.

Zusammenfassend läßt sich sagen, daß DNP eine erweiterte Neuausgabe des Kleinen Pauly ist - was durchaus sinnvoll ist. Aufgrund seiner übersichtlichen Anlage, den Karten und graphischen Darstellungen sowie dem augenfreundlichen Druckbild annimiert das neue Lexikon zum Blättern und Lesen - und in der Regel wird man auch nicht enttäuscht. Der Stil ist in den meisten Fällen verständlich und der Leser erhält die wichtigsten Informationen und differenzierte Bewertungen.

Ersetzt wird der Kleine Pauly durch DNP keineswegs und die RE schon gar nicht. Wer sich in Zukunft über einen antiken Sachverhalt informieren möchte, wird wohl alle drei Lexika benutzen müssen. Dringend erforderlich wäre eine sorgfältigere Redaktion der Artikel mit dem Ziel, die aufgezeigten Mängel zu beheben. Vielleicht ist die Redaktion von dem Druck, jedes Jahr zwei Bände herausbringen zu müssen, überfordert. Gespannt darf man auf die drei Bände sein, die sich mit der Rezeption der Antike und der Wissenschaftsgeschichte befassen.

Kai Heßling


[1]
Ein Jahrhundertunternehmen kam zum Abschluß : der Pauly-Wissowa / Johannes Irmscher. // In: Philologus. - 129 (1985), S. 133 - 142. - Im folgenden zitiert als Irmscher. (zurück)
[2]
Reales Schul-Lexicon / Hederich Benjamin. - Leipzig : Gleditsch, 1717. - Neues Real-Schullexicon : enthaltend die zur Erklärung der alten Klassiker nothwendigen Hülfswissenschaften, vornämlich Geographie, Geschichte, Philosophie, Alterthümer und Mythologie / in Verbindung mit einigen Gelehrten hrsg. von C. P. Funke. - Wien : Haas. - 1 (1805) - 5 (1807). (zurück)
[3]
1. A - B. - 1837. - 2. C - D. - 1842. - 3. E - H. - 1844. (zurück)
[4]
4 (1846). - 5 (1848). - 6,1 - 2 (1852). (zurück)
[5]
Vgl. L'année philologique : Geschichte, Konzeption und Relevanz einer altertumswissenschaftlichen Fachbibliographie / Ursula Bernhardt. - Köln : Fachhochschule für Bibliotheks- und Dokumentationswesen, 1987. - Hausarbeit zur Prüfung für den höheren Bibliotheksdienst. - S. 3 ff. (zurück)
[6]
Irmscher, S. 138. (zurück)
[7]
Vgl. hierzu ausführlich: Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft : neue Bearbeitung, begonnen von Georg Wissowa, fortgef. von Wilhelm Kroll und Karl Mittelhaus. Unter Mitwirkung zahlreicher Fachgenossen hrsg. von Konrat Ziegler. - München : Druckenmüller. - Register der Nachträge und Supplemente / von Hans Gärtner und Albert Wünsch. - 1980. - XXII, 250 S. - Hier S. V ff. (zurück)
[8]
Lt. VLB kostet die Druckausgabe der RE mit den Supplementbänden und dem Register zu den Supplementbänden DM 17732.00. - Das Gesamtwerk ist auch als Mikrofiche-Ausgabe lieferbar: Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft. - München : Saur, 1991. - 598 Fiches. - ISBN 3-598-33221-1 : DM 4480.00. (zurück)
[9]
Herodes (14) / Walter Otto. // In: RE. - Suppl. - 2 (1913), S. 1 - 205. - Herodotos / Felix Jacobi. // In: RE. - Suppl. - 2 (1913), S. 205 - 520. (zurück)
[10]
Marcianus (34) / Wilhelm Enßlin. // In: RE. - 14 (1930),2, S. 1514 - 1529. (zurück)
[11]
Der kleine Pauly : Lexikon der Antike auf der Grundlage von Pauly's Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft / unter Mitwirkung zahlreicher Fachgelehrter bearb. und hrsg. von Konrat Ziegler und Walther Sontheimer. - Stuttgart : Druckenmüller. - 1 (1964) - 5 (1975). (zurück)
[12]
Vgl. die Rezensionen von Hans Herter in: Gnomon. - 37 (1965), S. 740 - 743; 47 (1975), S. 1 - 5; 50 (1978), S. 513 - 522. - Die 1979 beim Deutschen Taschenbuch-Verlag erschienene Ausgabe (dtv ; 5963) ist noch lieferbar und kostet DM 168.00. (zurück)
[13]
Vgl. auch die folgenden Rezensionen:
Maria H. Dettenhofer in: Der Tagesspiegel. - 1996-10-02.
http://www.tagesspiegel.de/tsp_f/literatur/sach/pauly_html
Bryn Mawr: http://www.gwdg.de/~msehlmel/dnp_1.htm
Kinder und Kindeskinder des Olymp : die Götter wissen, was in der alten Welt geschah, und für uns gibt es eine Enzyklopädie der Antike: der erste Band des "Neuen Pauly" / von Karl Christ. // In: Frankfurter Allgemeine. - 1996-11-05, S. L 15. - Der Rezensent bemängelt insbesondere die Berücksichtigung der "Vielzahl geographischer Begriffe von historisch, wirtschaftlich oder als Ausgrabungsstätte völlig zweitrangigen Orten" sowie die Extension "bei den prosopographischen Listen ..., insbesondere dann, wenn den einzelnen Personen gerade noch zwei Zeilen gewährt werden können". [sh]
Basis der Kultur : Der Neue Pauly, eine Enzyklopädie des klassischen Altertums ; das Standardwerk im Wandel / Hans-Albrecht Koch. // In: Rheinischer Merkur. - 1996-12-06. (zurück)
[14]
Vgl. die Robert von Pöhlmann in dieser Hinsicht an der RE geäußerte Kritik: Von Gibbon zu Rostovtzeff : Leben und Werk führender Althistoriker der Neuzeit / Karl Christ. - Darmstadt : Wissenschaftliche Buchgesellschaft, 1972, S. 243 - 244. (zurück)
[15]
Unter den zwei Literaturhinweisen befindet sich auch der Artikel von Tillmann Nagel in der von Ulrich Haarmann herausgegebenen Geschichte der arabischen Welt (1988); daß dieses Werk inzwischen bereits in einer 3., verb. Aufl. (München : Beck, 1994) vorliegt, wurde nicht bemerkt. (zurück)
[16]
Die Transliteration von Bethlehem muß korrigiert werden. Transliteriert wurde mit bet-leem, korrekt muß es bet-lehem heißen. (zurück)
[17]
DIN 31635 für Arabisch, Persisch und Osmanisch und DIN 31636 für das Hebräische. Transliterationstabellen für Syrisch, Koptisch, Armenisch und Ge'ez gibt es nicht - aber welcher Althistoriker beherrscht schon diese Sprachen? (zurück)
[18]
"Die Artikel des altertumswissenschaftlichen Teils sind kleinteilig, meist objektsprachlich, personen- und textnah. Die Übersichtsartikel dagegen orientieren über Epochen, soziale und wirtschaftliche Strukturen, Gattungen, philosophische Systeme. Dem Drang zu monographischer Breite oder zum geistreichen Essay wird jedoch auch hier widerstanden." (Bd. 1, S. V). - Zur Unterscheidung zwischen Lexikon und Enzyklopädie vgl. Bibliographienkunde : ein Lehrbuch mit Beschreibungen von mehr als 300 Druckschriftenverzeichnissen und allgemeinen Nachlagewerken / von Helmut Allischewski. - 2., neubearb. und erw. Aufl. - Wiesbaden : Reichert, 1986, S. 331 - 332. (zurück)
[19]
Z.B. Claudius [I 18] C. Nero, Ti. Consul 202 v. Chr. (MRR I, 15). (zurück)
[20]
Bei der Ansetzung von Afrika und Ägypten befindet sich DNP im Gegensatz zu seinen Benutzungshinweisen, denen zufolge Ländernamen unter ihrer antiken Schreibung anzusetzen sind. (zurück)
[21]
Zitiert wird das Lemma und in Klammern das Jahr des neuesten Literaturhinweises: Aaron (1973), Abarnias (1923), Abaskoi (1969), Abdicatio (1975), Abiuratio (1925), Abortio (1971, in ital. Sprache), Abrogatio (1975), Achaia [römische Provinz] (1978), Adam (1977), Adoptivkaiser (1955), Aedituus (1912), Ästhetik (1988), Ager publicus (1979), Aithiopis (1986), Atimia (1968), Attila (1973, ohne Verweisung auf die wichtigste Quelle: Priscus), Bakchylides (1984), Balkanische Sprachen (1985), Ballspiele (1982), Bar Kochba (1981), Belgica (1985), Castra (1984), Cato (1984), Causa (1986), Cena (1969), Censores (1964).
In Bd. 3 ist bereits sorgfältiger verfahren worden. Im Abkürzungsverzeichnis der bibliographischen Angaben findet sich allerdings noch ein Hinweis auf die 1. Ausg. des bekannten Werkes von Karl Christ Geschichte der römischen Kaiserzeit von 1988 obwohl das Buch mittlerweile in 3. Aufl. vorliegt: Geschichte der römischen Kaiserzeit : von Augustus bis Konstantin / Karl Christ. - 3., durchges. und erw. Aufl. - München : Beck, 1995. - XI, 875 S. : Ill. - (Beck's Historische Bibliothek). - ISBN 3-406-36316-4 : DM 78.00. (zurück)
[22]
Die folgende Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit: Aalen; Aalraupe; Aaron; Abbasiden; Abinnaeus-Archiv; Abklatsch; Abkürzungen; Abortiva; Abschrift; Abtreibung; Abubakr; Adam; Adel [bei den Literaturangaben wird die Verfassungs- und Sozialgeschichte des römischen Kaiserreiches von Bleicken noch in der Aufl. von 1981 zitiert; obwohl Bd. 1 bereits in der 4. verb. Aufl. 1995 und Bd. 2 in der 3. verb. Aufl. 1994 vorliegen]; Ächtungstexte; Ägäische Koine; Alexandermosaik; Alexipharmaka; Allegorese; Almosen; Altamura-Maler; Alter; Anatolische Sprachen; Anthropologie; Antimenes-Maler; Appendix Platonica; Appendix Vergiliana; Arbeitslosigkeit; Arbeitsmarkt; Arbeitsvertrag; Arbeitszeit; Armut; Auflage, zweite; Auftragsdichtung; Ausgabe; Aussprache; Aussetzungsmythen und -sagen; Auszeichnungen, militärische; Auszeichnungsschriften; Autograph; Badehose; Balkanhalbinsel; Sprachen; Bauern; Bauplastik; Baurecht; Bautechnik; Begehren; Berliner-Maler; Bettelei; Bettler; Bewässerung; Bewegung; Bild; Binnenschiffahrt; Black-on-Red-Ware; Bleivergiftung; Bodenschätze; Buntschriftstellerei; Drachenkampf; Düngemittel; Dorischer Eckkonflikt (mit schematischer Darstellung); Divination; Epilepsie; Epiklese; Epidemische Krankheit; Enzyklopädie; Enumaelis; Enmannsche Kaisergeschichte; Energie; Elementenlehre; Eintritts- und Erkennungsmarken; Eierstab ... (zurück)
[23]
Z.B. Alexanderroman; Altar; Baal; Barbaren; Bibel; Bibliothek; Biographie; Bukolik; Beifall (im Kleinen Pauly s.v. Plausus); Befestigungswesen (im Kleinen Pauly s.v. Poliorketik); Duenos-Inschrift; Echinos; Epistylion; Duenos-Inschrift (DNP mit Abb.); u.v.a.m. (zurück)
[24]
Ares; Athena; Demeter; Dionysos etc., vorwiegend von Fritz Graf verfaßt. (zurück)

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