Bibliotheksservice-Zentrum (BSZ) Baden-Württemberg // Südwestdeutscher Bibliotheksverbund
Rezension aus:
Informationsmittel für Bibliotheken (IFB) 4(1996) 2/3
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Lexikon deutsch-jüdischer Autoren


96-2/3-203
Lexikon deutsch-jüdischer Autoren / Archiv Bibliographia Judaica. Red. Leitung: Renate Heuer. Unter Mitarb. von: Andrea Boelke-Fabian ... - München [u.a.] : Saur. - 25 cm. - ISBN 3-598-22680-2 (Gesamtwerk)
[1460]
Bd. 4. Brech - Carle. - 1996. - LII, 452 S. - ISBN 3-598-22684-5 : DM 228.00
96-2/3-204
Bibliographia Judaica : Verzeichnis jüdischer Autoren deutscher Sprache / bearb. von Renate Heuer. - Frankfurt [u.a.] : Campus-Verlag. - 25 cm. - ISBN 5-593-33060-1 (Gesamtwerk)
[3220]
Bd. 4. Ergänzungen. - 1996. - 199 S. - ISBN 3-593-33434-8 : DM 98.00

Die Bd. 1 (1992) - 3 (1995) des Lexikons deutsch-jüdischer Autoren wurden ausführlich und kritisch in IFB 95-1-059 besprochen. Der neueste Bd. 4, der 67 Autoren behandelt (womit sich die Gesamtzahl nunmehr auf 349 beläuft), beschließt den Buchstaben B und beginnt mit dem ersten Teil des Buchstabens C. Die in der Rezension beschriebenen, nicht unproblematischen Auswahlkriterien sind dieselben geblieben, ebenso der Aufbau der Artikel mit ausführlichen biographischen Informationen (unter besonderer Berücksichtigung der Herkunft und der Stellung zum Judentum) und den sehr zahlreichen, leider weiterhin ganz unübersichtlich und dazu in der Beschreibung uneinheitlich präsentierten bibliographischen Angaben der Primär- und Sekundärliteratur. Der in diesem Band behandelte Alphabetteil enthält folgende "Groß-"Autoren: Hermann Broch (S. 73 - 86), Max Brod (S. 93 - 142), Arnolt Bronnen (S. 146 - 164), Ferdinand Bruckner (S. 169 - 196), Constantin Brunner (S. 229 - 249), Martin Buber (S. 251 - 302), Charlotte Bühler (S. 326 - 348) und Elias Canetti (S. 410 - 429), was sowohl einen Eindruck von der Weite des verwendeten Schriftsteller-Begriffs[1] als auch davon gibt, daß man noch sehr lange auf die Fertigstellung wird warten müssen, so daß der damals gemachte Vorschlag einer Verschlankung durch Rekurs auf zuverlässige, anderwärts erschienene Personalbibliographien wiederholt sei.

Der Titel Bibliographia Judaica ist insofern irreführend, als es sich keineswegs um eine Bibliographie wie beim vorstehend besprochenen Werk handelt, sondern um ein "Verzeichnis jüdischer Autoren deutscher Sprache", wie es im Zusatz zum Sachtitel heißt, und man müßte noch hinzufügen "in der Namenkartei des Archivs Bibliographia Judaica". Der Band besteht aus folgenden vier Teilen: 1. Korrekturen und Ergänzungen zu den bereits in Bd. 1 (1981) - 3 (1988)[2] enthaltenen Namen. 2. 228 neue Namen mit folgenden Angaben in tabellarischer Form: Name, Titel, Beruf; Geburts-/Todesdatum und -orte; das Sigel W bzw. (W) gibt an, ob Werke nach Autopsie oder aus sekundären Quellen ermittelt wurden (diese Erläuterung bleibt der Band schuldig; man muß sie den früheren Bänden entnehmen). 3. Namen mit verwendeten Pseudonymen und 4. Pseudonyme mit den wirklichen Namen (in beiden Fällen mit typographischer - und hier erläuterter - Markierung über Quelle und Zuverlässigkeitsgrad dieser Angaben).

sh


[1]
Buchkundlich interessierte Leser seien auf den Artikel Martin Breslauer (S. 15 - 19) hingewiesen. (zurück)
[2]
Alle Bände sind noch lieferbar. Bei Bd. 1 handelt es sich um einen bis auf die Titelei unveränderten Nachdruck der zuerst 1981 bei Kraus-Thomson, München, erschienenen Ausgabe.
Bibliographia Judaica : Verzeichnis jüdischer Autoren deutscher Sprache / bearb. von Renate Heuer. - Frankfurt [u.a.] : Campus-Verlag. - 25 cm.
Bd. 1. A - K. - 1982. - XIII, 228 S. - ISBN 3-593-33061-X : DM 98.00.
Bd. 2. L - R. - 1984. - 238 S. - ISBN 3-593-33062-8 : DM 98.00.
Bd. 3. S - Z. - 1988. - 256 S. ISBN 3-593-33398-8 : DM 98.00. (zurück)

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