Während die Verlagsbibliographie von 1980 einen vom heutigen Inhaber
und jüngeren Sohn des Gründers, Eckard Klostermann (heute Vittorio E.
Klostermann) gezeichneten Abriß der Verlagsgeschichte unter der
Überschrift Vittorio Klostermann und sein Verlag (S. VII - XX)
enthielt, stammt der ebenso betitelte Beitrag im neuen Katalog (S. 9
- 18) von einem Außenstehenden, Siegfried Blasche, der auch den ersten
Beitrag über die heutigen fünf Verlagsschwerpunkte - Das
philosophische Programm, Rechtswissenschaft und Rechtsphilosophie (von
Alexander Hollerbach), Romanistik (und früher auch Anglistik von
Frank-Rutger Hausmann), Literatur und germanistische
Literaturwissenschaft sowie Bibliothekswesen und Bibliographie (beide
von Uwe Jochum) - beigesteuert hat.[2] Dieser erste Beitrag kreist, wie
nicht anders zu erwarten, vor allem um Martin Heidegger, den
prominentesten Autor des Verlags. Die restlichen, wesentlich kürzeren
Beiträge nennen ebenfalls die Hauptautoren, unter denen sich
gleichfalls illustre Namen finden: für die Romanistik seien nur Hugo
Friedrich, Fritz Schalk und Werner Krauss genannt, während im
letztgenannten Bereich die Namen von Eppelsheimer, Köttelwesch und
Totok auch jüngeren Bibliothekaren (hoffentlich) noch vertraut sind.
In seiner kurzen Nachbemerkung (S. 73 - 75) wiederholt der Verleger
seine auch anderwärts mehrfach vorgetragenen skeptischen Bemerkungen
zum prophezeiten Verschwinden der gedruckten Bücher im digitalen Netz.
Für die normale Monographie ist das sicherlich zutreffend, ob und wie
lange aber noch die fachlichen Jahresbibliographien des Verlags - von
denen lediglich die Bibliographie der deutschen Sprach- und
Literaturwissenschaft inzwischen laufend kumulierend (ab Berichtsjahr
1990) parallel zur gedruckten Ausgabe auch als CD-ROM angeboten wird
- als bloße Druckausgaben überleben werden, bleibe dahingestellt.
Klaus Schreiber
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