Bibliotheksservice-Zentrum (BSZ) Baden-Württemberg // Südwestdeutscher Bibliotheksverbund
Rezension aus:
Informationsmittel für Bibliotheken (IFB) 8(2000) 1/4
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Das musikalische Werk Franz Xaver Süßmayrs


00-1/4-282
Das musikalische Werk Franz Xaver Süßmayrs : thematisches Werkverzeichnis (SmWV) mit ausführlichen Quellenangaben und Skizzen der Wasserzeichen / Erich Duda. - Kassel [u.a.] : Bärenreiter, 2000. - 461 S. : Ill., Notenbeisp. ; 24 cm. - (Schriftenreihe der Internationalen Stiftung Mozarteum Salzburg ; 12). - Zugl.: Wien, Univ., Diss. 1998. - ISBN 3-7618-1485-2 : DM 120.00
[6069]

Die Wiener Dissertation, die jetzt als Buchhandelsausgabe vorgelegt wird, basiert auf einer Diplomarbeit von 1994.[1] Die zweiteilige Anlage wird ihren beiden Zielen - der Erstellung einer "möglichst vollständigen" (S. 7) Liste der Kompositionen Süßmayrs sowie der Datierung der Werke bzw. der Handschriften (Autographen und Abschriften) und deren Verifizierung - gerecht. So präsentiert sich im ersten Teil das systematische, thematische[2] Werkverzeichnis einschließlich einer chronologischen Übersicht über die Werke - daß die Entstehungszeit in den vier Kategorien sicher, wahrscheinlich, vermutlich und unbekannt angegeben wird, zeigt die unsichere Quellenlage[3] und die Schwierigkeit der Datierung - , während der zweite Teil eine Abhandlung über die Datierung der musikalischen Quellen des Werkverzeichnisses ... (mit Hilfe von Wasserzeichen und dem Vergleich der Handschriften Süßmayrs verschiedener Zeitabschnitte, einschließlich Abbildungen der Wasserzeichen) darstellt.

Für die Numerierung der Werke des SmWV war die Einteilung der Neuen Mozart-Gesamtausgabe Vorbild. Die dreistelligen Nummern setzen sich folgendermaßen zusammen: 1. Ziffer = Serie (1 Geistliche Werke bis 8 Incerta, Abschriften, Varia), 2. Ziffer = Werkgruppe (z.B. 10 Messen, Requiem), 3. Ziffer = Nummer des Einzelwerkes innerhalb der Gruppe. Die Einträge der einzelnen Werke mit Werktitel und SmWV-Nummer umfassen die in Werkverzeichnissen üblichen Angaben.

Das Literaturverzeichnis enthält die abgekürzt zitierte Literatur. Da zur Bezeichnung von Bibliotheken die RISM-Sigel verwendet wurden, ist auch das Verzeichnis dieser Siglen - mit Verweisung auf die betreffenden Seitenzahlen - vor dem allgemeinen Abkürzungsverzeichnis sinnvoll.

Register der Titel, Rollen, Textanfänge, Personen (auch Nachschlagewerke), Orte (auch Institute und Bibliotheken), Werke auf Tonträgern.

Martina Rommel


[1]
Sie verwendete die Werknumerierung SmV. - Außerdem konnte Duda auf einschlägige Dissertationen von Walter Lehner (1927), Johann Winterberger (1946), Walter Wlcek (1953, als Buch veröffentlicht 1978 bei Schneider, Tutzing) sowie auf drei Arbeiten von István Kecskeméti über die Süssmayr-Handschriften in der Ungarischen Nationalbibliothek (in: Studia musicologica Academiae Scientiarum Hungaricae. - 2 (1962) und 8 (1966) sowie in: Mozart-Jahrbuch. - 1959 zurückgreifen. (zurück)
[2]
Aus Gründen der Platzersparnis und da sie nur der Identifizierung eines Werkes dienen, sind die Incipits i.d.R. einstimmig und ohne Rezitative wiedergegeben (S. 17). (zurück)
[3]
Allerdings ist zu vermuten, daß sich Duda hauptsächlich auf die Angaben in RISM verlassen hat, worauf Lücken im Hinblick etwa auf die Bestände der Württembergischen Landesbibliothek Stuttgart schließen lassen. (zurück)

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