Bibliotheksservice-Zentrum (BSZ) Baden-Württemberg // Südwestdeutscher Bibliotheksverbund
Rezension aus:
Informationsmittel für Bibliotheken (IFB) 8(2000) 1/4
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Primärbibliographie der Schriften Karl Jaspers'


00-1/4-126
Primärbibliographie der Schriften Karl Jaspers' / im Auftrag der Karl-Jaspers-Stiftung auf der Grundlage der Bibliographie von Gisela Gefken und Karl Kunert völlig neu bearb. und hrsg. von Christian Rabanus. - Tübingen [u.a.] : Francke, 2000. - 399 S. ; 23 cm. - (Basler Studien zur Philosophie ; 11). - ISBN 3-7720-2080-1 : DM 120.00
[5872]

Die in der Verfasserangabe genannte "Grundlage" wird nur hier erwähnt, im Band selbst dagegen gar nicht mehr.[1] Sieht man von den schmalen Abschnitten am Schluß - Jaspers als Herausgeber und Mitherausgeber (S. 311 - 313), Tonaufnahmen von Jaspers (S. 315 - 316) und Mikrofilme von Schriften Jaspers' (S. 317) - ab, handelt es sich um eine chronologische Bibliographie der von 1909 (Heidelberger Dissertation) bis 1996 erschienenen Ausgaben seiner Schriften. Die Erstausgabe ist durch Fettdruck hervorgehoben, was sehr praktisch ist, da sie die Orientierung erleichtert, folgen doch auf diese nicht nur sämtliche weiteren Auflagen,[2] sondern auch die zahlreichen Übersetzungen in andere Sprachen (geordnet im Sprachenalphabet). Zum Umfang der Bibliographie mit ihren 2861 Nummern trägt nicht zuletzt die Tatsache bei, daß die vielen kleinen, häufig zunächst als Aufsatz erschienenen Schriften von Jaspers immer wieder in Auswahlbänden unter verschiedenen Titeln[3] publiziert wurden, die dann an allen Stellen - mit Querverweisungen - verzeichnet sind. Zur Auffindung der Titel, deren Ersterscheinungsjahr nicht bekannt ist, dient das Titelregister (getrennt nach den Sprachen, beginnend mit deutsch, gefolgt vom Alphabet der Sprachen, in die übersetzt wurde): als Ordnungskriterium dient "das erste Wort des Titels", d.h. also auch der bestimmte und unbestimmte Artikel am Anfang, was noch angeht, was aber weniger sinnvoll ist, wenn ein Titel mit drei Punkten oder mit Anführungsstrichen beginnt, die der Computer ganz am Anfang der Liste sortiert. Zum Inhalt des Personenregisters wird nichts erklärt: es enthält Namen aller erwähnten und beteiligten Personen, allerdings auch solcher, die unter der genannten Titelnummer nicht vorkommen (z.B. Aristoteles), so daß man annehmen muß, daß auch der Inhalt (hier von: Die großen Philosophen. Nachlaß) berücksichtigt wurde. - Es wäre wünschenswert, wenn die Karl-Jaspers-Stiftung auch eine Bibliographie der Sekundärliteratur in Auftrag geben würde, die bei der jetzt überholten Bibliographie von Gefken/Kunert geplant war,[4] aber nicht zustande kam.

Klaus Schreiber


[1]
Karl Jaspers : eine Bibliographie / [bearb. von Gisela Gefken und Karl Kunert]. - Oldenburg : [Landesbibliothek]. - Bd. 1. Die Primärbibliographie. - 1978. - XCII, 301 S. - Mehr nicht ersch. (zurück)
[2]
Die in der Editorischen Bemerkung gleich zu Beginn vorgenommene Differenzierung bei der Verzeichnung der vor und nach dem Jahr 1969 (Japsers' Todesjahr) erschienenen Ausgaben hat der Rez. nicht verstanden. (zurück)
[3]
Der Beitrag zur Festschrift Salin von 1962 Bemerkungen zu Max Webers politischem Denken erscheint von 1963 - 1988 noch in drei anderen Sammelbänden mit unterschiedlichen Titeln und dazu in je einer englischen, japanischen und spanischen Übersetzung (Nr. 2233 - 2240). (zurück)
[4]
"... parallel zur Arbeit an diesem Teil (war) die weit umfänglichere an der Sekundär-Bibliographie zu bewältigen ..." "Über das Schicksal der Sekundär-Bibliographie läßt sich ... nichts vorhersagen" (S. XII). (zurück)

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